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Gelähmte Schwingen           
Lustspiel in einem Aufzug von Ludwig Thoma

 

Zum Stück

Sein halbjähriger Berlinaufenthalt 1901/1902 hatte dem 35-jährigen Dichter die Augen geöffnet, was den Kulturbetrieb der Reichshauptstadt betraf und wo er seine Heimat als Schriftsteller zu suchen hatte: Anfangs vom Berliner Publikum und der Kritik begeistert aufgenommen, mußte er doch bald das Abflauen dieses Interesses feststellen. Ernüchtert schrieb nach München: „... ich höre die Herren Theaterdirektoren ja oft genug reden, die mit Autores handeln, wie man mit Hosenträger handelt.“ Die starke kommerzielle Ausrichtung des Theaterbetriebs, die „Berlinerei“, wie er es ausdrückte, widerte ihn bald an. Hatte Thoma früher die Werke der Wiener Volksdichter als Possen abgetan, entdeckte er jetzt die Werke des Wieners Ludwig Anzengruber wieder, und das rief in ihm den Wunsch wach, an die bayerisch-österreichische Kulturtradition anzuknüpfen. Aus diesen Erfahrungen und Stimmungen heraus entstanden die Prosawerke „Die Heimkehr“ (Heimkehr eines enttäuschten Dichters aus Berlin), „Der umgewendete Dichter“ und „Onkel Pepi“ sowie die beiden Einakter „Des Dichters Ehrentag“ und „Gelähmte Schwingen“. Die beiden letzteren kreisen um das Spannungsfeld dichterische Freiheit und Sendungsbewußtsein, kommerzielle Aspekte und Publikum und Kritiker. Wie schwierig es ist, diese drei unter einen Hut zu bekommen, hatte Thoma ja in Berlin am eigenen Leib verspürt.
Der Einakter „Gelähmte Schwingen“ erzählt die Geschichte eines ehemals als Volksdichter gefeierten Bühnenautors, der sich am Morgen nach der ausgepfiffenen Uraufführung seines neuesten Stücks guten Ratschlägen seitens seiner Frau und dann von der Theaterkritik ausgesetzt sieht. Zunächst versucht er seine ungeheuere Wut und Enttäuschung über den Reinfall an seiner Frau loszuwerden. Als aber dann seine Schwiegereltern, ein Metzgermeistersehepaar, auftauchen und der Schwiegervater ihn mit seiner Ansicht über die Dichtkunst konfrontiert, da muss er seine dichterische Sicht der Dinge doch etwas ernsthafter verteidigen ...

 


Personen und ihre Darsteller

 

 Otto Haselwanter, ein Dichter Thomas Hampel
 Marie, seine Frau Ursula Geier
 Benno Summerer, Metzgermeister, Vater von Marie Bernd Wüster
 Sophie Summerer, dessen Frau, Mutter von Marie  Brigitta Stadler
 Babett, Köchin bei Haselwanter Franziska Neubauer
  
 Souffleuse Angela Bilzer


 


 

Die kleinen Verwandten
Lustspiel in einem Aufzug von Ludwig Thoma

 

Zum Stück

In diesem Einakter arbeitet Thoma eine ganz andere Seite seiner Biographie auf: Als er das Stück schrieb, war es vierzig Jahre her, daß er als Schüler an verschiedenen Gymnasien mit mäßigen bis schlechten Zensuren sein Glück versuchte. Sein Vater war gestorben, als er sieben Jahre alt war, und Ludwig erhielt einen Vormund. Die finanzielle Lage seiner Mutter und seiner sechs Geschwister war katastrophal. Seine beiden Brüder emigrierten nach Australien, kamen aber bald wieder zurück. Zwei seiner Schwestern lebten zunächst in Dachau bei ihm, nachdem er es zum Rechtsanwalt gebracht hatte. Eine führte dann seinen Haushalt in München weiter, bis er heiratete. Er hatte immer ein schlechtes Gewissen, den Großteil des Familienvermögens „verstudiert“ zu haben, so daß den anderen Geschwistern nicht mehr viel blieb. Allerdings kümmerte er sich in späteren Jahren rührend um sie und unterstützte sie materiell.
Das Stück zeigt einen Regierungsrat und dessen Frau, die den Antrittsbesuch ihres zukünftigen Schwiegersohnes erwarten. Die Frau hat den Ablauf dieses Besuches genau geplant und hält alle Fäden in der Hand, um den jungen Mann zielsicher in den Hafen der Ehe mit ihrer einzigen Tochter zu lotsen. Nichts wird dem Zufall überlassen, alles ist bedacht, jede Geste, jedes Wort - doch dann kommt es gründlich anders ...

Hermann Müller

 

 


Personen und ihre Darsteller

 

Heinrich Häßler, RegierungsratKlaus Götz
Mama HäßlerMarita Martin
Ida, beider TochterAngela Bilzer

Josef Bonholzer,Oberaufseher aus Dornstein

Gerhard Liebl

Babette Bonholzer, seine Frau,

Schwester des Regierungsrates

Hilde Zehetbauer

Max Schmitt, Kaufmann,

Inhaber von Hugo Schmitts sel. Erben

Richard Reger
  
SouffleuseLuise Linke
 


Kostüme, Maske und RequisitenErni Müller
BühnenbauManfred Zehetbauer
InspizientThomas Langsch
Regie und GesamtleitungHermann Müller

 

 

 

 

 

 

 


 

 


 

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