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Der Raub der Sabinerinnen           
Schwank in vier Akten von Franz und Paul von Schönthan

 

Zum Stück

Eigentlich handelt das Stück von der Vorbereitung und der Aufführung eines Stückes mit dem gleichnamigen Titel, das der ehrenwerte Professor Gollwitz, seines Zeichens Altphilologe am hiesigen Gymnasium, während seiner Studentenzeit geschrieben hat. Er hat darin den sagenumwobenen Raubzug der an Frauenmangel leidenden Römer unter Numa Pompilius kurz nach der Gründung Roms bei den Sabinern zum Inhalt, bei dem es den Römern gelang, sich bei den Sabinern mit jungen Frauen einzudecken.
In der Tristesse seines Strohwitwerdaseins während eines Badeurlaubs seiner Frau und seiner jüngsten Tochter Paula ist dem Professor diese ‘Jugendsünde’ wieder in die Hände gefallen, und er hat sie mit großem Vergnügen der Haushälterin vorgelesen, die dabei immer wieder zu Tränen gerührt war.
Sie ist es auch, die in ihrer vorlauten Art Striese, dem Impresario einer durchreisenden Wanderschauspielertruppe, der die Honoratioren der Stadt zum Besuch seiner Aufführungen gewinnen möchte und auch dem Professor seine Aufwartung macht, erzählt, daß ihr Dienstherr ein Stück geschrieben hat. Der Schauspieldirektor wittert natürlich sofort ein Bombengeschäft, wenn er ein Stück von einer angesehenen Persönlichkeit der Stadt aufführen könnte, und es dauert nicht lange, so hat er dem Professor das Stück und die Zustimmung zur Aufführung abgeschwatzt, wenn auch unter der Bedingung, daß der Professor als Autor ungenannt bleibt.
Nun ist es natürlich vorbei mit der Beschaulichkeit im Hause Gollwitz. Der Professor möchte unter allen Umständen die Sache mit dem Stück vor seiner Frau geheim halten, mit gutem Grund, wie sich bald herausstellt, denn die Dame des Hauses kehrt früher als erwartet von ihrem Badeurlaub zurück und ertappt ihn bereits bei ihrer Ankunft bei einer Lüge. Das Versteckspiel nimmt immer groteskere Formen an, je näher der Premierenabend rückt.
Parallel zu diesen an sich schon atemberaubenden Ereignissen bahnt sich ein anderes an: Die ältere Tochter des Professors, verheiratet mit dem eher bieder-braven Arzt Dr. Neumeister, verdächtigt ihren Mann, ihr seine Jugendstreiche vorzuenthalten. Was zuerst Spaß war, wird Argwohn und schließlich fixe Idee, und der gute Neumeister kann sich vor dem Insistieren seiner Frau nur noch dadurch retten, daß er die amourösen Abenteuer seines ehemaligen Kommilitonen Emil Gross, der ihn wegen Schwierigkeiten mit seinem Vater um Hilfe bittet, als die seinen ausgibt. Da bekanntlich Lügen kurze Beine haben, bleibt es nicht aus, daß er sich heillos verrennt, zumal seine Schwiegermutter glaubt, die Regelung der Altlasten ihres Schwiegersohnes selbst in die Hand nehmen zu müssen.
Emil Gross, dessen Vater immer zum unpassendsten Zeitpunkt im Hause Gollwitz auftaucht, ist gerade als Schauspieler bei Striese tätig und hat sich natürlich sofort in Paula, die jüngste Gollwitz-Tochter, verliebt.
Der Premierenabend stellt eine schier unmenschliche Belastung für die Familien Gollwitz und Neumeister dar. Nicht nur, daß es den in die Aufführung eingeweihten Familienmitgliedern nur mit größter Mühe gelingt, die Aufführung überhaupt zu besuchen, sondern auch die unerwarteten Besuche von merkwürdigen Gästen im Hause Gollwitz und schließlich die Kunde vom Verlauf der Premiere durch die zurückkehrenden Augenzeugen lassen die Nerven aller Beteiligten offen liegen.


Hermann Müller


Personen und ihre Darsteller

Martin Gollwitz, ProfessorKlaus Götz
Friederike, dessen FrauBrigitte Stadler
Paula, deren TochterAngela Bilzer
Dr. NeumeisterGerhard Liebl
Marianne, geb. Gollwitz, seine FrauMarita Martin
Karl GrossBernd Wüster
Emil Gross, genannt Sterneck, dessen SohnRichard Reger
Emanuel Striese, TheaterdirektorThomas Langsch
Rosa, Dienstmädchen bei GollwitzFranziska Neubauer
Meissner, SchuldienerManfred Zehetbauer
  
Kostüme und Maske Erni Müller
BühnenbauRichard Reger
RequisiteErni Müller
SouffleuseLuise Linke
InspizientThomas Hampel
RegieassistenzUrsula Geier
Regie und GesamtleitungHermann Müller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

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