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Zum Stück

Es spielt im Israel der fünfziger Jahre und zeigt zwei Tage aus dem Leben der Familie Brozowski. Er, Daniel, ist Klempner aus Leidenschaft und macht sich weiter keine Gedanken über sonstige Dinge. Alles in seiner Familie hat so zu funktionieren wie immer und alles hat sich um ihn zu drehen. Seine Frau Ella hat sich nach fünfundzwanzigjähriger Ehe damit abgefunden, die Tochter Vicky, eine Psychologie-Studentin, letztlich auch, wenngleich sie doch ab und zu aufzubegehren sucht.

Dieses Familienleben der Brozowskis wird gründlich durcheinander gewirbelt, als der Trauschein der beiden Eltern nicht auffindbar ist. Vicky braucht ihn für ihre kurz bevorstehende Hochzeit mit Robert, einem hölzernen, humorlosen und unter der Fuchtel seiner Mutter stehenden Intellektuellen. Daniel und Ella können sich nicht mehr erinnern, ob sie damals ein Rabbi getraut hat, denn als sie zum Rabbi gehen wollten, musste Daniel bei einem Notfall eine Pumpe reparieren. Er war anschließend so von oben bis unten mit Öl besudelt, dass er so unmöglich zur Trauung hätte gehen können. Nur so viel wissen sie noch, dass der damalige Sekretär des Kibbuz, in dem sie damals lebten, ihnen bestätigte, dass mit ihrer Trauung alles in Ordnung sei.

Daniel ruft im Kibbuz an und verlangt, dass jemand von der Kibbuz-Leitung in seine Wohnung komme. Da es wohl nie einen Trauschein gegeben hat, schlägt Daniel Ella auf Drängen von Vicky vor, in den nächsten Tagen die Trauung vor einem Rabbi nachzuholen. Doch da sieht Ella ihre Chance gekommen, aus dem Ehe-Einerlei auszubrechen. Sie weigert sich plötzlich, Daniel zu heiraten. Sie brauche Bedenkzeit. Sie wisse nicht, ob sie ihn noch liebe. Für Daniel bricht die Welt zusammen. Seine Frau begehrt gegen ihn auf! So etwas kam bisher in seinem Weltbild nicht vor.

Er versucht es mit Brüllen und auch etwas sanfter, aber er kann Ella nicht umstimmen.

Mittlerweile ist Bunky, ein junger Feldarbeiter, geschickt von der Kibbuz- Leitung, bei den Brozowskis eingetroffen. Er weiß nicht, was er eigentlich hier soll und möchte möglichst schnell wieder verduften, weil Daniel ihm nicht schlüssig erklären kann, worum es geht. Als Bunky aber Vicky sieht, ändert er schlagartig seine Meinung und bleibt. Der Ehestreit von Daniel und Ella eskaliert bis zum Äußersten, noch angeheizt von der Wohnungsnachbarin Rose, die immer zum unrechten Zeitpunkt auftaucht und Daniel insgeheim verehrt. Daniel findet langsam Gefallen an seinem jetzt anbrechenden Junggesellendasein, Bunky spannt Vicky ihrem Robert aus und Ella versucht ihre Sachen zu packen ...


Hermann Müller


Der Autor

Ephraim Kishon wurde in Budapest am 23.8.1924 in eine ungarisch-jüdische Familie geboren. Seine Begabung wurde schon recht früh erkannt. So erlangte er 1940 den 1. Preis des ungarischen Novellen-Wettbewerbs für Mittelschüler. Wegen antisemitischer Gesetze, den den Hochschulzugang von Juden beschränkten und die 1938 verschärft worden waren, war ihm das Studium an einer Hochschule verwehrt, so dass er 1942 eine Ausbildung zum Goldschmied begann. 1944 wurde er in das Arbeitslager Jelšava deportiert. Im letzten Kriegsjahr 1945 gelang ihm aus einem Gefangenentransport nach Polen die Flucht. Ein Großteil seiner Familie aber kam in den Gaskammern von Auschwitz ums Leben. Nur Eltern und Schwester überlebten.

1948 machte er sein Diplom als Metallbildhauer und Kunsthistoriker. Wegen der kommunistischen Herrschaft in Ungarn wanderte er im Mai 1949 nach Israel aus. Hier änderte er seinen Namen in Kishon. Bereits 1952 begann er in hebräischer Sprache in der Zeitung Ma’ariv, der größten Tageszeitung in Israel, eine tägliche Kolumne zu schreiben, die er 30 Jahre lang betreute. 1953 wurde „Der Schützling“ im Nationaltheater Habimah aufgeführt. 1959 wählte die New York Times sein „Drehn Sie sich um, Frau Lot“ zum Buch des Monats. Damit begann Ephraim Kishons internationale Karriere.

Die Weltauflage seiner Bücher liegt bei 43 Millionen (davon 33 Millionen in deutscher Sprache). Auf Hebräisch sind ca. 50, auf Deutsch etwa 70 Bücher erschienen, weltweit sind es etwa 700 in 37 Sprachen. Kishons Filme wurden zweimal für den Oscar nominiert („Schlaf gut, Wachtmeister“ und „Sallach“) und seine Filme wurden dreimal mit dem „Golden Globe“ bedacht. Weltweit bekannt ist Kishons meistverkauftes Buch „Familiengeschichten“. Sein im deutschen Sprachraum wohl bekanntestes Werk ist die Bürokratie-Satire „Der Blaumilchkanal“.

Zielscheibe von Kishons Satiren sind neben den kleinen Ärgernissen des Alltags vor allem die Bürokratie und die große und kleine Politik, speziell die in Israel. Ephraim Kishon empfand es als Ironie der Geschichte, dass er gerade in Deutschland so beliebt ist. Den jungen Deutschen gegenüber empfand er keinen Hass. Mit seinem Humor habe er zur Versöhnung beitragen wollen.

Anfang der 1980er Jahre lässt er sich in der Schweiz nieder und lebt abwechselnd in Appenzell und Tel Aviv.
Ephraim Kishon stirbt achtzigjährig am 29. Januar 2005 an einem Herzanfall.

 


Die Personen und ihre Darsteller

 Daniel Brozowsky, ein selbständiger Klempnermeister Klaus Götz
 Ella, seine Frau Marita Martin
 Vicky, seine Tochter Carolin Zehetbauer
 Robert Knoll, Vickys Verlobter,
 Angestellter im Statistischen Amt
 Florian Liebl
 Bunky, Mitglied des Kibbuz Hagoschrim Florian Peez
 Rose Hürlimann,
 die Nachbarin der Brozowskys, eine Witwe
 Ursula Geier
  
 Souffleur Bernd Wüster
 Bühnenbild Hermann Müller
 Ausstattung, Maske und Requisite Ruth Reber
 Bühnenbau Richard Reger, 
 Elisabeth Machwirth
 Kostüme Ruth Reber, Hedwig Lahmer
 Inspizient und Technik Richard Reger
 Regie und Gesamtleitung Hermann Müller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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